Diese Website verwendet notwendige technische und analytische Cookies.
Wenn Sie die Navigation fortsetzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.

In quarta persona

Ausstellung zur 7. Triennale der Photographie Hamburg, vom 7. – 17 Juni 2018.

Veranstaltungsort: Container Festival Center auf dem Platz der Deichtorhallen (Deichtorstraße 2, 20095 Hamburg)

Am Freitag, 8. Juni 2018, 20.00 Uhr berichtet im Istituto Italiano di Cultura Hamburg das Künstler-Duo Martin Errichiello / Filippo Menichetti über sein Projekt „In quarta persona“ und stellt den gleichnamigen Fotoband vor. Das Gespräch im Rahmen der 7. Triennale der Photographie ist auf Englisch, der Eintritt ist frei.

Wir bitten um Anmeldung per e-mail an events@iic-hamburg.de oder direkt über unsere Homepage

Martin Errichiello und Filippo Menichetti sehen sich als Fotografen sowie Archäologen, Geografen und Historiker. In der Ausstellung [ENTER] im Rahmen der Triennale der Photographie ist ihr Projekt „In quarta persona“ zu sehen, eine visuelle Recherche zu den prägenden kulturellen Umbrüchen ihres Landes seit den 70er Jahren. Bei der Veranstaltung im Istituto stellen sie ihren gleichnamigen Fotoband vor. In ihrem Vorwort erläutern sie ihr Projekt so:

„Ein großer Teil der politischen Geschichte Italiens der vergangenen 50 Jahren ist ohne Zweifel geheimnisumwoben. Bis heute bleiben einige der Geschichten und Vorkommnisse, ob national oder privat, groß oder klein, nicht erzählt, verdrängt oder im schlimmsten Fall zensiert: Von Nord nach Süd, ein einig Land im Namen des Vergessens.

Erinnerung (im Sinne des praktizierten Erinnerns) dagegen ist ein mächtiges Instrument für die Menschen, um Verlorenes oder Gestohlenes zurückzufordern. Seit den 1960er Jahren, im Nebel des sogenannten „Wirtschaftswunders“, leiteten Italiens kulturelle und politische Kräfte einen umfangreichen, radikalen Transformationsprozess von Gegenden und Traditionen ein, im Namen eines Fortschritts, der mit neuen Straßen, neuen Maschinen und Industrien und definitiv einer neuen Identität genährt werden sollte. Eine Identität, die – technisch und politisch – in der Lage sein sollte, die entlegensten Gebiete des Landes miteinander zu verbinden, und ihre abgeschiedenen Bürger zu diesem Zukunftsversprechen zu bringen.

Die Region Kalabrien, Fallstudie in unserer visuellen Recherche, ist ein sehr altes Land, dem die Herausforderungen der Modernisierung ihre Sprache und Ästhetik übergestülpt, und damit die menschliche und natürliche Landschaft unterdrückt hat. „In fourth person“ ist eine multimediale Recherche über ihre anthropologische, geopolitische und ökologische Transformation in den vergangenen 50 Jahren, deren „Erzählung“ fragmentarisch bleibt. Entlang der A3-Autobahn Salerno – Reggio Calabria, symbolischer Handlungsstrang unseres Projektes, erkundet die Recherche die Ikonographie und die Geschichten einer Landschaft, die zwischen Utopie und Verrat stehen geblieben ist. Fotografien, Objekte, Dokumente und Videos sind zu einem kollektiver Mosaik eines imaginären „wir“ neu zusammengesetzt: die vierte Person.“

Martin Errichiello, 1987 in Neapel geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet.

Filippo Menichetti, 1986 in Florenz geboren, lebt und arbeitet in Neapel und Florenz.

 

Anmeldung nicht mehr verfügbar

  • Organisiert von: IIC Amburgo
  • In Zusammenarbeit mit: Triennale della Fotografia