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Die Tochter des Papstes, Lucrezia Borgia (2024) von Cuini Amelio Ortiz

s-film-Borgia

#cinemaitaliano  

Dokumentarfilm-Vorführung (52 min.) mit anschließendem Q&A mit der Regisseurin Cuini Amelio Ortiz (beides auf Deutsch). Das Gespräch moderiert Dr. Francesca Bravi.

Veranstaltungszeit und -ort: Montag, 30. Juni 2025, 19 Uhr; Istituto Italiano di Cultura Hamburg

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, bitte buchen Sie Ihr kostenloses Ticket über das Eventbrite-Portal >>>LucreziaBorgia_Film.eventbrite.de

Es ist die unglaubliche, aber wahre Geschichte der Tochter eines skandalumwitterten Papstes, mit dem das Papsttum an einen nie mehr erreichten Tiefpunkt gelangte. Das Image der Lucrezia Borgia ist für viele denkbar schlecht: Als zügellose Sünderin, Beischläferin ihres Vaters und ihrer Brüder, Giftmörderin wird diese außergewöhnliche Schönheit beschrieben. Die Fantasie ihrer Feinde überschlägt sich: Sie soll einen Giftring getragen haben, der ihr dazu diente, sich ihrer Feinde schnellstmöglich zu entledigen. Die Gerüchte, die aus Lucrezia eine dämonische Femme fatale machen, entsprechen allerdings nicht der Wahrheit. Politische Gegner ihres Vaters, des Papstes Alexanders VI., setzen sie in die Welt, mit dem klaren Ziel, Lucrezias Familie, den Borgia zu schaden. Sie suchen sich das schwächste Opfer aus: eine Frau. Lucrezia lebte in einer der abenteuerlichsten, aber auch faszinierendsten Phasen der Renaissance. Die Herrschaft ihres Vaters Rodrigo Borgias, Papst Alexanders VI., ist eine der spektakulärsten Epochen der Kirchengeschichte. Rodrigo war ein Papst, der sein Amt ausschließlich dazu nutzte, die Macht seiner Familie zu mehren. Er verheiratet seine Tochter nach politischer Opportunität, scheidet sie von dem ersten Ehemann und billigt die Ermordung des zweiten. Erst in ihrer dritten Ehe, weit weg von Ihrem Vater, zeigt sie als Herzogin von Ferrara, was alles in ihr steckt. Als sie mit 39 Jahren stirbt, ist ihr Mann nicht zu trösten. Er hat eine Frau verloren, wie sie schöner, klüger, gebildeter und sittlicher kaum denkbar war – wie er seinem Bruder schreibt.

Die Filmvorführung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frauen und Macht in Rom: Filmische Darstellungen von Messalina bis ‚Mamma Roma‘“ – drei Veranstaltungen, die sich mit Messalina, Lucrezia Borgia und Mamma Roma befassen und von Dozenten der Universität CAU Kiel und der HS in Hamburg durchgeführt werden. Am 24. Juni wird Dr. Francesca Bravi die Geschichte und den Charakter von Lucrezia Borgia anhand von literarischen Quellen und Darstellungen in Filmen und Serien vorstellen.

  • Organisiert von: Istituto Italiano di Cultura Hamburg
  • In Zusammenarbeit mit: Italienisches Kulturinstitut Berlin, Instituto Cervantes Hamburg, Arte