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Lesung und Gespräch mit dem Autor Roberto Giardina, Moderation Birgit M. Kraatz (auf Deutsch).
Veranstaltungszeit und-ort: Montag, 8. Oktober 2018, 19 Uhr, Istituto Italiano di Cultura Hamburg
Eintritt: 5,- EUR (Kartentelefon 040.227 92 03 oder Mailto: lit@lit-hamburg);
freier Eintritt für Mitglieder des Istituto Italiano di Cultura Hamburg (wir bitten dringend um vorherige Anmeldung per e-mail an events@iic-hamburg.de)
Als Journalist, der Willy Brandt nach Warschau und Jerusalem begleitet und Günter Grass interviewt hat, Albert Speer in seiner Villa in Heidelberg besucht und andere alte Nazis, vor allem solche, die an Kriegsverbrechen in Italien beteiligt waren, getroffen hat, kennt Roberto Giardina die Deutschen: Wie sie waren, und wie sie heute sind. Die Unterschiede, die er dabei aus- und oft an unscheinbaren Details festmacht, eröffnen Einblicke und Erkenntnisse. Giardina, der seit 1986 als Korrespondent italienischer Zeitungen zuerst in Bonn und schon lange in Berlin arbeitet, geht hierbei von seinen Alltagserfahrungen aus. Anstoß ist eine Frage, die ihm seine damals achtjährige Enkelin Francesca 2008 am Telefon stellte, nachdem ihre Lehrerin am Vorabend des 25. April erklärt hatte, dass am nächsten Tag die Befreiung Italiens von den Nazis, den bösen Deutschen, gefeiert werde, den, so folgerte das Mädchen, Nachbarn ihres Nonno in Berlin.
Für Giardina bleibt das keine Kinderfrage, steht sie doch auch für einen Geschichtsunterricht, der verschweigt, dass die Italiener lange Verbündete der Deutschen waren. Wie er mit den vielen Klischees und falschen Gewissheiten, die den Blick auf das jeweils andere Land verstellen, umgeht (und sie umgeht), macht sein Buch bemerkenswert.
Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Literaturzentrum Hamburg
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