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Lezioni Olivettiane - Olivettis konkrete Utopien

Datum:

17/01/2019


Lezioni Olivettiane - Olivettis konkrete Utopien

#architetturacontemporanea  

Doppelvortrag (Italienisch mit Simultanübersetzung) von Paola Ascione und Franco Panzini, im Rahmen der Veranstaltungsreihe Industrie-Archäologie / Städtebauliche Regeneration.

Veranstaltungszeit und -ort: Donnerstag, 17. Januar 2019, 19 Uhr, Istituto Italiano di Cultura Hamburg.

Eintritt frei, Anmeldung erbeten an events@iic-hamburg.de oder direkt über diese Website.

Paola Ascione, “Eine Utopie bauen: Die Olivetti-Werke in Pozzuoli

1955 weiht Adriano Olivetti das Fabrikgebäude in Pozzuoli ein und präsentiert es als eines der Beispiele für ein “besseres Italien”. Luigi Cosenza, der mit dem Projekt beauftragt wird, reagiert auf den aufgeklärten Auftraggeber mit dem Bau einer Fabrik, die die Maximen der Industrie-Architektur umstürzen. Die soziale Dimension von Olivettis Projekt drückt sich in einem innovativen, modernen Gebäude aus, das den menschlichen Dimensionen entspricht. Die traditionelle Halle wird durch eine kreuzförmige Anlage ersetzt, die Logik der funktionalen Wege reinterpretiert den Produktionszyklus, der auf verschiedenen Ebenen entwickelt wurde, die Arbeitsräume profitieren von der glücklichen Verbindung mit der Landschaft und der Umwelt: Das Artefakt ist im Dialog mit den natürlichen Ressourcen, die es aufnimmt und in “Energie” umwandelt, ohne dabei mit Technik die “Natur zu unterdrücken”.

Franco Panzini, Pietro Porcinai und das Landschaftsprojekt für die Olivetti-Fabrik in Pozzuoli

Häufig haben sich im 20. Jahrhundert die Arbeiten von Architekten und Landschaftsplanern miteinander verzahnt. So geschehen 1951 in Pozzuoli, wo der Industrielle Adriano Olivetti einen Ingenieur, Luigi Cosenza und einen Landschaftsplaner, Pietro Porcinai damit beauftragte, die neue Fabrik für Rechenmaschinen und Registrierkassen in einem landschaftlich bedeutsamen Gebiet zu planen. Porcinais Vater war leitender Gärtner in der Villa Gamberaia aus dem 16. Jahrhundert in Settignano gewesen, und Pietro war in seine Fußstapfen getreten. Ab den 30er Jahren aber machte er als neue und moderne Stimme im Bereich der Landschaftsplanung von sich reden. Bei seiner Zusammenarbeit mit Cosenza schuf er für den Komplex in Pozzuoli eine der faszinierendsten Landschaftsarchitekturen für eine Industrieanlage im modernen Italien.

Paola Ascione, Architektin, Ph.D., ist zugeordnete Professorin im Ressort “Design e Progettazione Tecnologica e Ambientale dell’Architettura” am DiARC Fachbereich Architektur der Universität Federico II in Neapel. Sie lehrt Ausführungsplanung und Planung von Umweltsystemen. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Rates für den Master-Studiengang “Ar.int.” am Centro Interdipartimentale di ricerca per i Beni Architettonici ed Ambientali e la Progettazione Urbana. Sie hat viele wissenschaftliche Beiträge über die Aufwertung von moderner und zeitgenössischer Architektur verfasst, darunter der kürzlich erschiene Conoscenza e progetto nei quartieri d'autore. Tecnologia e ambiente negli interventi di Luigi Cosenza (Clean, Napoli, 2018). Sie ist außerdem Mitglied des Vorstands von Do.co.mo.mo Italia (DOcumentation and COnservation of buildings, sites and neighbourhoods of the MOdern Movement).

Franco Panzini, Architekt und Landschaftshistoriker, lehrt als Dozent an der Universität IUAV in Venedig (Istituto Universitario di Architettura Venezia) und an der Scuola di Architettura der Universität Roma Tre. Er hat zahlreiche Bücher zur Geschichte der Gärten und zum städtischen Grün veröffentlicht, darunter: Per i piaceri del popolo. L’evoluzione del giardino pubblico in Europa dalle origini al XX secolo, Zanichelli 1993; Progettare la natura, Zanichelli 2005; Prati urbani/City meadows, Fondazione Benetton-Antiga 2018. Zu seinen Aufsätzen zählen: Pines, Palmes and Holm Oaks: Historicist Modes in Modern Italian Cityscapes, in Modernism and Landscape Architecture, 1890–1940, National Gallery of Art-Yale University Press 2015; Working with architects: collaborations, 1937-60, in, Pietro Porcinai and the Landscape of Modern Italy, Ashgate 2015. Er ist Mitglied des Vorstands des Vereins Pietro Porcinai.

Organisiert in Zusammenarbeit mit Fondazione Adriano Olivetti

 

Informationen

Datum: Do 17 Jan 2019

Uhrzeit: von 19:00 bis 21:00

Organisiert von : IIC Amburgo

Eintritt : frei


Ort:

IIC Hamburg

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