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Erinnerung an die Zwangsarbeiter-Lager im Hamburger Kontorhausviertel

Datum:

13/02/2021


Erinnerung an die Zwangsarbeiter-Lager im Hamburger Kontorhausviertel

Am 13. Februar 2021 wird um 11.00 Uhr eine Stolperschwelle vor der Burchardstraße 11 verlegt. Stolpersteine und – schwellen erinnern an Verfolgte des Nationalsozialismus. Die Stolperschwelle macht hier auf italienische Militärinternierte aufmerksam, die in Zwangsarbeitslagern in drei Kontorhäusern untergebracht waren.

Es wird vor Ort ein Gespräch mit dem Künstler, Gunter Demnig, geben. Weitere Redner sind der Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Falko Droßmann, der Präsident der Nationalen Vereinigung der italienischen Militärinternierten, Orlando Materassi, der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Bauer Media Group, Andreas Bierling, sowie der italienische Generalkonsul, Giorgio Taborri.

Die Veranstaltung wird live über die Plattform ZOOM übertragen. Um an der virtuellen Kundgebung teilnehmen zu können, benötigen Sie einen PC/Mac bzw. Smartphone. Zugangsdaten erhalten Sie über rechtespurensuche@gmail.com

Mehr Informationen und Kontakt unter: https://www.heinrichbauerhaus.wordpress.com

Als italienische Militärinternierte bezeichneten die Nationalsozialisten italienische Soldaten, die die Wehrmacht nach dem Sturz der faschistischen Mussolini-Regierung im Sommer 1943 und dem Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten gefangen genommen hatte. Sie wurden vor die Wahl gestellt, den Kampf auf deutscher Seite fortzusetzen oder in Gefangenschaft zu gehen. 600.000 italienische Soldaten, die sich geweigert hatten, wurden nach Deutschland deportiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt. Zehntausende kamen in Folge KZ-ähnlicher Haft- und Arbeitsbedingungen ums Leben. Über 12.500 italienische Militärinternierte kamen nach Hamburg. Sie lebten unter sehr schlechten Bedingungen in Lagern. Als Zwangsarbeiter wurden sie in Rüstungsbetrieben und bei der Trümmerräumung eingesetzt. Auftraggeber waren die Stadt Hamburg und private Unternehmen. Hunderte italienische Militärinternierte starben aufgrund mangelnder Ernährung und medizinischer Versorgung sowie in Folge von Misshandlungen.

Zu den über tausend bekannten Zwangsarbeitslagern in Hamburg gehörten auch drei im Kontorhausviertel, in der Burchardstraße 1, Schützenpforte 11 (heute Burchardstraße 11) und der Marschländer Straße 11 (heute DOC am Wandrahmstieg). Mit der Erinnerung an die italienischen Militärinternierten im Kontorhausviertel machen wir auf diese Gruppe von NS-Verfolgten aufmerksam. Neben den Italienern wurden im Kontorhausviertel weitere Gruppen von den Nationalsozialisten verfolgt. So wurden Jüdinnen und Juden, die hier lebten und Geschäfte betrieben, ihres Eigentums beraubt und schließlich ab 1941 nach Osteuropa deportiert. Andere wurden aufgrund von Krankheit und Behinderung verfolgt und ermordet.

Um an all diese Menschen zu erinnern verlegt Gunter Demnig am 12. und 13. Februar 2021 Stolpersteine, darunter auch die Schwelle im Kontorhausviertel.

 

 

Informationen

Datum: Sa 13 Feb 2021

Uhrzeit: Um 11:00

Organisiert von : "Kein Vergessen im Kontorhausviertel"

Eintritt : frei


Ort:

online

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