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Von Insel zu Insel: SANT'ANTIOCO || Sardinien, Sulcis-Archipel

Datum:

23/09/2021


Von Insel zu Insel: SANT'ANTIOCO || Sardinien, Sulcis-Archipel

im Rahmen der virtuellen Veranstaltungsreihe #andarperisole 

Mit knapp 110 km² ist Sant'Antioco die größte der Inseln vor Sardinien.

Durch eine fünf Kilometer lange Brücke ist sie mit der südwestlichen Küste Sardiniens verbunden. Sant’Antioco ist vulkanischen Ursprungs, auf der Westseite gibt es besonders steile Küstenabschnitte, im Osten dagegen flache, sandige, fast lagunenartige Ufer mit einer reichen Fauna: Möwen, Seidenreiher, Kormorane und sogar Rosa Flamingos kann man hier bewundern. Die Insel ist bereits seit dem 5. Jahrtausend vor Christus besiedelt, war über Jahrhunderte unter der Herrschaft der Phönizier und kam nach dem 2. Punischen Krieg, unter dem Namen Sulcis, in den römischen Einflussbereich. Ihren heutigen Namen verdankt die Insel der Entdeckung der sterblichen Überreste von St. Antiochus, eines christlichen Missionars, der im Jahr 125 unserer Zeitrechnung als Märtyrer starb.

Im 18. Jahrhundert wurde Sant'Antioco von griechisch-korsischen Bauernfamilien aus Ajaccio bewohnt, dann von Tabarchini - Ligurern von der Insel Tabarca, die vor der Verfolgung durch den Bey von Tunis geflohen waren - und schließlich von Weinbauernfamilien aus dem Piemont. So wird in einigen Gemeinden der Insel neben Italienisch und Sardisch auch das mit dem Ligurischen verwandte “tabarchino” gesprochen.

Sant'Antioco ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem noch Muschelseide gesponnen und gewebt wird. Die kostbaren Fäden - auch Byssos genannt - werden aus dem Faserbart der Muschel Pinna Nobilis gewonnen, die in den flachen, sandigen Gewässern der Insel zu finden ist. Das Material war schwierig zu ernten und entsprechend wertvoll: Schon seit der Antike wird Muschelseide für die Herstellung von besonders feiner Kleidung verwendet, vorzugsweise von Adel und Klerus.

*Sulcis-Archipel: Eine Inselgruppe im Tyrrhenischen Meer im Südwesten Sardiniens in der Provinz Südsardinien, bestehend aus den beiden Hauptinseln Sant'Antioco (108 km2) und San Pietro (51 km2) sowie mehreren Riffen und kleinen Inseln mit wunderbaren sprechenden Namen - mit Ausnahme der Isola Piana sind alle unbewohnt (Isola la Vacca, Isola del Corno, Isola del Toro, Isolotto del Vitello, Isola dei Ratti, Isola dei Meli - bekannt als "Su Scogliu Mannu" -, Scoglio Mangiabarche, Isola Manna, Isola de sa Scruidda und Isola di Stea).

Besuchen Sie die Bildergalerie auf unseren Social-Media-Kanälen >> Facebook >> Instagram (Fotos © Milo Bacchini © Simone Mallus)

 Entdecke die Reiseziele auf der Landkarte:

Vollbild-Ansicht

Das Italienische Kulturinstitut Hamburg ist (virtuell) wieder unterwegs, setzt die Segel und nimmt Kurs auf die Inseln in Italiens Meeren: Archipele – manche mehr, manche weniger bekannt, Inseln vulkanischen Ursprungs oder Kalkstein-Inseln, einsame Eilande, dicht an der Küste oder weit davon entfernt gelegen, vielfarbig oder in strahlendem Weiß, karg oder üppig mit mediterraner Vegetation bewachsen, herrliche Filmkulissen und nicht zuletzt wunderbare Schauplätze für den Sommerurlaub von Italienern und von Reisenden aus der ganzen Welt.

Infos über das Projekt: >>> #andarperisole 

Die Reihe steht unter der Schirmherrschaft des Ministero della Cultura.

Informationen

Datum: von Do 23 Sep 2021 bis Do 30 Sep 2021

Eintritt : frei


Ort:

online

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