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Von Insel zu Insel: Pianosa und Montecristo || Toskanischer Archipel*

Datum:

27/11/2021


Von Insel zu Insel: Pianosa  und Montecristo || Toskanischer Archipel*

im Rahmen der virtuellen Veranstaltungsreihe #andarperisole

Der Name der 10 km² großen Insel Pianosa spielt auf ihre Morphologie an, die für das toskanische Archipel einzigartig ist: Planasia hieß sie bei den Römern, vom lateinischen planus, flach – der höchste Punkt liegt 29 Meter über dem Meeresspiegel. Und schon von den Römern wurde Pianosa als Verbannungsort genutzt. Agrippa Postumo, Neffe des Kaisers Augustus, musste auf der Insel sein Leben fristen. Die Ruinen seiner Villa können noch heute besichtigt werden.

Auch als landwirtschaftliche Strafkolonie und als Hochsicherheitsgefängnis wurde Pianosa genutzt. Die Gründung der Kolonie geht auf das Großherzogtum Toskana (1855) zurück, unter dem Sträflinge auf die Insel geschickt wurden, um die Felder zu bestellen. Auch im 20. Jahrhundert hatte sie die Funktion eines Gefängnisses: Sandro Pertini, der spätere Präsident der Republik, wurde dort zwischen 1931 und 1935 aus politischen Gründen eingesperrt. Ab 1977 wurden Personen, die wegen Terrorismus oder Mafiavergehen verurteilt waren, auf Pianosa inhaftiert.
2011 wurde das Gefängnis geschlossen. Die Insel, die bis dahin nur den Häftlingen, dem Gefängnispersonal und ihren Familien vorbehalten war, durfte nun besucht werden. Die Natur hat von der langen Abgeschiedenheit sehr profitiert, und heute sind die Besucherzahlen auf maximal 250 pro Tag begrenzt. Stilecht übernachten kann man im einzigen Hotel der Insel: es wurde in der Residenz des Direktors der Strafkolonie aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet. Es wird von einer Gruppe von Insassen des nahe gelegenen Gefängnisses Porto Azzurro auf der Insel Elba betrieben. In den 1990er Jahren wurde ein Verein zum Schutz von Pianosa gegründet, der ihre Geschichte bewahrt und vermittelt und der sich auch dem Schutz der Natur auf der Insel verschrieben hat.

Südöstlich von Pianosa liegt Montecristo: etwa 10 km² groß, gebirgig und aus Granit. Der höchste Punkt, der Gipfel des Monte della Fortezza, befindet sich 645 m über dem Meeresspiegel. Schon seit dem Neolithikum und dann verstärkt in der klassischen Zeit wurde die Insel besiedelt. Im frühen Mittelalter – also im 5. Jahrhundert – wurde von Einsiedlermönchen der ein bedeutender Klosterkomplex gegründet, den sie dem Heiligen Mamiliano weihten. Bereits in der Neuzeit verbreitete sich die Legende von einem Schatz, der sich auf der Insel befinden sollte - genauer unter dem Altar der Kirche. Mit dem zwischen 1844 und 1846 veröffentlichten Roman “Der Graf von Montecristo (Le Comte de Monte-Cristo)” von Alexandre Dumas wurden die Legenden der Insel wiederbelebt. Nachdem er in den Besitz des legendären Schatzes kommt, wird Edmond Dantès, der Protagonist, zum Grafen von Montecristo.
Im Jahr 1996 wurde der Nationalpark Toskanischer Archipel gegründet, um den gesamten Archipel sowie die kleineren Inseln im Piombino-Kanal und im Tyrrhenischen Meer zu schützen.
Der Nationalpark Toskanischer Archipel wurde 1996 gegründet, um den gesamten Archipel sowie die kleineren Inseln im Kanal von Piombino und im Tyrrhenischen Meer zu schützen.

*Toskanischer Archipel. Er liegt zwischen der toskanischen Küste und Korsika und umfasst sieben Hauptinseln (Elba, Capraia, Pianosa, Montecristo und Gorgona in der Provinz Livorno; Giglio und Giannutri in der Provinz Grosseto) sowie mehrere kleine Inseln und Felsklippen. Die Inseln (Gesamtfläche von ca. 300 km2) haben unterschiedliche geologische Ursprünge: so ist z.B. Capraia vulkanisch, Giglio und Elba vor allem granitisch. Mit Ausnahme von Pianosa haben sie, obwohl sie flach, ein unebenes Relief und werden als Überbleibsel eines überfluteten Kontinentalgebiets, des Tyrrhenischen Meeres, betrachtet, zu dem auch die Halbinsel Monte Argentario gehörte (geografische Informationen zum Archipel auf treccani.it).

Besuchen Sie die Bildergalerie auf unseren Social-Media-Kanälen! >>>Facebook >>> Instagram (Fotos © Silvia Camporesi, Lisa Bruci, R. Ridi per Ente Parco Nazionale dell'Arcipelago Toscano)

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Entdecken Sie die Reiseziele auf der Landkarte:

Vollbild-Ansicht

Das Italienische Kulturinstitut Hamburg ist (virtuell) wieder unterwegs, setzt die Segel und nimmt Kurs auf die Inseln in Italiens Meeren: Archipele – manche mehr, manche weniger bekannt, Inseln vulkanischen Ursprungs oder Kalkstein-Inseln, einsame Eilande, dicht an der Küste oder weit davon entfernt gelegen, vielfarbig oder in strahlendem Weiß, karg oder üppig mit mediterraner Vegetation bewachsen, herrliche Filmkulissen und nicht zuletzt wunderbare Schauplätze für den Sommerurlaub von Italienern und von Reisenden aus der ganzen Welt.

Infos über das Online-Projekt >>>#andarperisole

Die Reihe steht unter der Schirmherrschaft des Ministero della Cultura (MiC).

Informationen

Datum: von Sa 27 Nov 2021 bis Fr 31 Dez 2021

Organisiert von : IIC Amburgo

Eintritt : frei


Ort:

online

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