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Natur und Antike. Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom

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Die Kunsthalle Bremen entdeckt den Maler Friedrich Nerly in einer großen Ausstellung.
Veranstaltungsort:
Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, 28195 Bremen

Laufzeit der Ausstellung: 14.03. – 05.07.2026. Öffnungszeiten: Di 10 – 21 Uhr | Mi bis So 10 – 17 Uhr, Mo geschlossen

Eintrittspreise: Erwachsene: € 12,- ermäßigt*: € 6,-, freier Eintritt für unter 18jährige

Infos: >>>kunsthalle-bremen.de/de

Am Dienstag, den 14. April 2026, 19 Uhr findet in Kooperation mit dem Istituto der >>>Vortrag von Golo Maurer „Nerlys Rom und die Erfindung der deutschen Kunst“ statt.

Ab in den Süden – das war der große Trend in der Romantik. Auch Friedrich Nerly (1807–1878) ging bereits mit 21 Jahren nach Italien. Er arbeitete in Rom, Tivoli und Olevano, damals wie heute Hotspots der Künstler und Touristen. An der Küste entlang reiste er nach Neapel und bis Sizilien. Dabei entstanden sonnendurchflutete Zeichnungen und Aquarelle vor der Natur, die ihm als Grundlage für Gemälde dienten.

Höhepunkt der Ausstellung in der Kunsthalle Bremen ist das Gemälde Campagnalandschaft mit Aqua Claudia von 1836. Jahrzehntelang schlummerte es im Depot – ein schwerer Fall für die Restaurierung. Erst eine großzügige Spende ermöglichte seine aufwendige Wiederherstellung. Und so kam ein unbekanntes Hauptwerk Nerlys ans Licht!
Das Motiv war damals neu und spektakulär: Die imposanten Ruinen des Aquädukts vor den Toren Roms. Erst seit Ende der 1820er Jahre erwachte das Interesse von Künstlern an dem Monument. Nerlys Gemälde steht am Beginn dieser Entwicklung und ist in seiner Gestaltung einzigartig. Werke u.a. von Blechen, Piranesi, Schirmer und Spitzweg veranschaulichen die Karriere des Bildsujets.

Mit der Fotoserie Aqua Claudia, 2014, von Hans-Christian Schink schlägt die Ausstellung den Bogen in die Gegenwart und regt aktuelle Debatten an: über vergessene und wiederentdeckte Orte, über den Wandel unseres Blicks auf das kulturelle Erbe Italiens und über die Geschichte und Zukunft der Wasserversorgung – ein essentielles Thema in Zeiten des Klimawandels.

Organisiert von der Kunsthalle Bremen