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Sapienza per la memoria. Die Universität Rom und die Rassengesetze von 1938

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Podiumsdiskussion mit Prof. Serena Di Nepi und Prof. Umberto Gentiloni Silveri, mit einer Begrüßung durch Prof. Giuseppe Veltri (auf Italienisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche)

Datum und Ort der Veranstaltung: Mittwoch, 8. Juli 2026, 19 Uhr; Italienisches Kulturinstitut Hamburg

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, bitte reservieren Sie die kostenlosen Tickets über das Eventbrite-Portal:

>>>Sapienza per la memoria.

Im Herbst 1938 wurden die italienischen Universitäten aufgefordert, die vom faschistischen Regime gerade erlassenen Rassengesetze anzuwenden. Die Regia Università di Roma, die als symbolträchtigste Hochschule des Regimes galt, reagierte dabei besonders schnell und effizient: Innerhalb weniger Wochen wurden 67 jüdische Dozenten sowie Männer und Frauen, die verschiedene Funktionen in unterschiedlichen Fachbereichen innehatten, entlassen. Nur den als „jüdischer Rasse“ eingestuften Studierenden, die bereits eingeschrieben und mit ihren Prüfungen im Regelstand waren, wurde gestattet, ihr Studium fortzusetzen, während ausländische jüdische Studierende sofort ausgeschlossen wurden. Die Schicksale der von den Rassengesetzen betroffenen Dozenten und Studierenden – zwischen Ausschluss, Exil, Wiedereingliederung und Wiederaufnahme des Studiums und der Forschung – zeugen von den tiefgreifenden und nachhaltigen Auswirkungen, die das Jahr 1938 und die Shoah auf die italienische Kultur und Bildung hatten.

Im Jahr 2018 startete die Universität La Sapienza in Rom ein Forschungsprojekt auf der Grundlage des historischen Archivs der Universität, bei dem Dokumente analysiert werden, die die italienische Shoah anhand der Lebensgeschichten der Opfer erzählen. Im Rahmen der Veranstaltung im Italienischen Kulturinstitut stellen Serena Di Nepi und Umberto Gentiloni das Portal „Sapienza 1938“ vor und zeichnen die Geschichte des Jahres 1938 an der Königlichen Universität Rom nach.

  • Organisiert von: Istituto Italiano di Cultura Hamburg
  • In Zusammenarbeit mit: italienischen Generalkonsulat in Hannover, der Universität Hamburg, der Universität „La Sapienza“ in Rom, der Stiftung „Museo della Shoah“ und alicubi, dem technischen Partner des Projekts „1938 Sapienza per la memoria“