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Vernissage zur Ausstellung im Rahmen des 11. Hamburger Architektursommers mit einem einführenden Gespräch zwischen dem Kurator Husam Abusalem und der beteiligten Architektin und Forscherin Giorgia Catalano, im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommer
Veranstaltungszeit und -ort: Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr Eröffnung, 19 Uhr Gespräch; Istituto Italiano di Cultura Hamburg
Eintritt frei, für die Teilnahme am Gespräch am Eröffnungsabend am 7. Mai bitten wir um vorherige Anmeldung über eventbrite: >>>anti-atlas.eventbrite.de
Die Ausstellung kann bis zum 5. Juni 2026 besucht werden, vor und nach den Veranstaltungen im Istituto sowie Mo – Do 10.00 – 13.00 und 14.00 – 16.00 Uhr; Fr 10.00 – 13.00 Uhr
Mit der „Ente per la Colonizzazione del Latifondo Siciliano (ECLS)“ schuf das faschistische Regime in den 1940er Jahren eine Organisation zur Kolonisierung Siziliens. Ziel war die Unterwerfung der Landbevölkerung durch den Bau der „Borghi“ – Verwaltungsstädte mit immer gleichen Gebäuden: Parteizentrale, ECLS-Verwaltung, Polizeistation, Postamt, Schule, medizinische Versorgung, Werkstatt, Kantine und Kirche. Bis heute prägen sie die Landschaft.
Husam Abusalem kombiniert in der Publikation „Anti-Atlas of Colonial-Fascist Architecture in 1940 Sicily“ Zeichnungen, Archivalien, Fotodokumentation und Essays zu einer Materialsammlung, die zur kritischen Auseinandersetzung mit faschistisch-kolonialer Baukultur anregen soll, historisch wie in ihrer Fortwirkung bis in die Gegenwart. Die Ausstellung im Italienischen Kulturinstitut ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das sich kritisch mit dieser architektonischen Vergangenheit auseinandersetzt. Gezeigt wird ein bewusster Ausschnitt: architektonische Interpretationen, Fotografien, Objekte, Interviews und Installationen, die nur einen Bruchteil jener faschistischen Bauwerke erfassen, die das sizilianische Landschaftsbild bis heute prägen.
Im Rahmen der Vernissage am 7.5. gibt Kurator Husam Abusalem im Gespräch mit der beteiligten Architektin und Forscherin Giorgia Catalano eine Einführung in die Geschichte der „Borghi“ und die zentralen Themen der Ausstellung. Die Ko-Kurator*innen Tiril Sophie Erdal und Stefan Fuchs sind ebenfalls anwesend.
