Der „Sacro Bosco“, zu Deutsch „Heiliger Wald“, liegt in der Nähe von Bomarzo, in der Provinz Viterbo (Latium). Er wird auch „Park der Ungeheuer“ oder „Villa der Wunder“ genannt und ist einer der bekanntesten italienischen Gärten im Stil des Manierismus des 16. Jahrhunderts.
Der monumentale Komplex geht auf die Initiative des Fürsten Pier Francesco Orsini, gennannt Vicino, und Herrn von Bomarzo zurück, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts und nach Entwürfen des Architekten Pirro Ligorio ein Projekt in Angriff nahm, das ein Novum innerhalb der verfeinerten naturalistischen Architekturkultur seiner Zeit darstellte. Die Anlage beherbergt groteske Skulpturen, die auf einem waldigen Terrain über abschüssige Pfade verteilt sind. Die einzelnen Skulpturen lassen jegliche perspektivische Verbindung oder logische Ordnung untereinander vermissen, und die sich daraus ergebenden Anspielungen und Illusionen erzeugen eine beunruhigende Spannung zwischen den Besuchenden und der Natur.
Die surreale Landschaft des Bosco von Bomarzo und seine Traumgestalten – ein Ausdruck der manieristischen Vorliebe für das Bizarre – spiegeln die zu jener Zeit modernen Ritterromane wider. Zugleich schaffen sie einen Ort der Faszination und des Geheimnisses, der noch heute besucht werden kann, nachdem der Park durch die damalige und noch heutige Eigentümerfamilie Bettini um die Mitte des 20. Jahrhunderts restauriert wurde.
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